Die Hamburger Homo-Ehe

Die ersten Paare, die sich in das neue Partnerschaftsbuch eingetragen haben
Die ersten Paare, die sich in das neue Partnerschaftsbuch eingetragen haben

Häufig geisterten in den letzten Wochen wieder das Wort Homo-Ehe oder auch die Hamburger Ehe durch die Presse. Sogar der Bildzeitung war dieses Ereignis eine Schlagzeile auf der Titelseite wert. Ist Deutschland jetzt auch ein Schwulenparadies? Kann man jetzt überall heiraten? Nein. Abgesehen davon, daß es vielen ja mehr um das Recht geht, die Möglichkeit zum Heiraten zu haben, als um das Heiraten an sich, ist dies im Moment nur in Hamburg möglich. Damit dort eine Ehe geschlossen werden kann, ist dort Bedingung, daß mindestens einer der Partner seinen festen Wohnsitz in Hamburg hat. Wer also unbedingt jetzt schon unter die Haube möchte, sollte sich mal in der Hansestadt umschauen.

Aber, was bringt die Hamburger Ehe eigentlich? Homosexuelle Zugewinngemeinschaften mit gegenseitigen Rentenansprüchen? Nein - Die Hamburger Ehe ist nicht viel mehr als ein symbolischer Akt. Mit dieser "Ehe light" sind schließlich keinerlei Rechte oder irgendwelche Pflichten verbunden. Dafür ist der Spaß mit einer Gebühr von 60 DM im Vergleich zu einer heterosexuellen Eheschließung sehr preiswert (noch günstiger ist sogar die Scheidung für nur 30 Mark, bei einer heterosexuellen Scheidung können die Kosten hingegen schnell ins Unermeßliche steigen).

Aktion JA-Wort Aktion JA-Wort Mit seinem Aufruf "Gleich viel Recht für gleich viel Liebe" geht der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) noch einen Schritt weiter. Die von vielen Prominenten, wie zum Beispiel Ignatz Bubis, Alice Schwarzer, Herbert Mai und auch von der KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" unterstützte Aktion JaWort (http://www.JaWort.de) setzt sich für eine Beschleunigung der Gesetzesinitiative für eine bundeseinheitlich geregelte eingetragene Lebensgemeinschaft mit Rechten und Pflichten für beide Partner ein.

FeB

Man sagt JA!