Am 26. April startet der Dokumentarfilm „Unter Männern – Schwul in der DDR“ von Ringo Rösener und Markus Stein in den deutschen Kinos. Es gibt Stimmen die sagen, dass Schwulsein im Sozialismus kein Thema war. Es sei nur ein Überbleibsel dekadenter bürgerlicher Moral“ und würde sich schon von allein erledigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm man die Verschärfung des § 175, anders als im Westen, zurück. Dadurch wurde das Leben freier, denn über das Thema Homosexualität sprach man nicht. Wie man jedoch als Schwuler tatsächlich in der DDR gelebt und geliebt hat, davon erzählen in diesem Film sechs Männer und sind sich dabei nicht immer einig. Zum ersten Mal fragt ein Film nach, wie Schwule in der DDR gelebt haben - darunter so unterschiedliche Männer wie den Künstler Jürgen Wittdorf und den Friseur Frank Schäfer, den Bürgerrechtler Eddy Stapel und John Zinner, der sein Coming-Out in einem kleinen Dorf im Thüringer Wald erlebt hat. Befragt hat sie Ringo Rösener, Anfang der 1980er in der DDR geboren, der wissen will, ob er als erwachsener schwuler Mann dort hätte leben können. Eltern und Großeltern kann man danach schließlich nicht fragen. 
Der Film wurde für den Teddy Queer Film Award nominiert.

Film: Unter Männern - Schwul in der DDR