Debüt der guten alten Zeit

CD-Cover: Aroma In diesen Tagen erscheint in den Plattenläden eine CD namens "What do you mean, Aroma is approaching?" Das Cover eine Reminiszenz an die schmalzigen Sechziger, der Inhalt eine Melange aus allem, was die B-Labels in den vergangenen vierzig Jahren hergegeben haben. Worunter durchaus kein negatives Werturteil zu verstehen ist. Der Debütant Aroma alias Markus Mehr bedient sich ganz unverfroren bei sämtlichen zur Verfügung stehenden Klischees, kreiert aus trashig-antiken Klängen und noch unverbrauchtem Discosound jüngerer Zeit eine Musik mit hohem Wiedererkennungsfaktor. Andreas Dorau auf Englisch, musikalisch irgendwo zwischen Britpop und Kylie Minogue angesiedelt. Komplettiert mit schräg-schlechten Lyrics hat Aromas Erstlingswerk gute Chancen, beim szenoiden Publikum zu einem Renner zu avancieren. Marianne Rosenberg hat es schließlich auch geschafft. Und da man zu Aroma auch noch recht gut tanzen kann, könnten Songs wie "No reply" und "Eighteen" in Kürze zum festen Repertoire der einschlägigen Tuntenbälle gehören.

MaN

Die Aroma-Therapie