Oberbürgermeisterwahlen

Gut einen Monat nach der Wahl zum Oberbürgermeister in Chemnitz, bei der Peter Seifert (SPD) wiedergewählt wurde, stehen am 10. Juni die OB-Wahlen in Dresden an. Vier Kandidaten bewerben sich um das Amt. Der bisherige Amtsinhaber Herbert Wagner (CDU) wird von Ingolf Roßberg (FDP), Frederike Beier (Unabhängig) und Ronald Galle (BüSo) herausgefordert.

Wagner, der diverse Kürzungen (unter anderem die Abschaffung der Gleichstellungsreferenten) zu verantworten hat, versucht, verlorengegangene Sympathien wiederzugewinnen, indem er verspricht, Dresden werde bald wieder zu den zehn stärksten deutschen Städten gehören.

Roßberg tritt als Bündniskandidat an, das heißt FDP, SPD, Grüne, PDS und ÖDP unterstützen seine Kandidatur. Er plant, enger mit Leipzig, wo Wolfgang Tiefensee (SPD) regiert, zusammenzuarbeiten und die Dresdner Verwaltung transparenter zu gestalten. Er kann dabei auf eine erfolgreiche Arbeit in Dresden, Radebeul und derzeit Wuppertal zurückblicken.

Als einzige Frau erscheint Frederike Beier auf dem Wahlzettel. Sie ist Leiterin der AIDS-Beratungsstelle im Gesundheitsamt und möchte eine bürgernahe Politik mit Herz und Verstand betreiben. Dabei ist es sehr wichtig für sie, daß Dresden eine gastfreundliche Stadt und das Ehrenamt stärker gefördert wird.

Ronald Galle von der "Bürgerrechtsbewegung Solidarität" ist der 4. Kandidat im Bunde. Er ist Ressortleiter bei der Telekom. Seine Ziele sind die Schaffung einer neuen Seidenstraße zwischen China und Europa und der Bau einer Transrapidstrecke nach Dresden. Zu hoffen bleibt, daß die geringe Wahlbeteiligung in Chemnitz (ca. 40 %) sich nicht in Dresden wiederholen wird und sich möglichst viele BürgerInnen an der Wahl beteiligen. Auch Schwule und Lesben können durch die richtige Wahl mitentscheiden, welche Richtung die "Homopolitik" in der Landeshauptstadt in den nächsten Jahren nimmt.

TN

Wer die Wahl hat