Nein, ein Kunstwerk!

Buch-Cover: Joop - Hectic Cuisine Wolfgang Joop gesellt sich mit "Hectic Cuisine" in die Reihe von Johannes Lafer, Alfred Biolek, Christiane Herzog und vielen anderen, die sich daran gemacht haben, schriftlich zu fixieren, was sie anschließend zu verzehren gedenken.

Ein Modeschöpfer als Kochbuchautor – geht das überhaupt?

Doch nimmt man das Werk erst einmal in die Hand, so fällt einem schon eins auf: dies ist kein "normales" Kochbuch mit dezent fotografierten Bildern, wie das Essen hätte aussehen können, wenn...

Nein, es ist von Joop; es wurde nicht geschrieben, es wurde designt. Als Ringbuch mit einem Gemisch aus verstärktem Papier, Pappe und Folie gefüllt. Statt unrealistischer Bilder - meistens sehen die Eigenkreationen ja doch nicht so toll aus wie im Rezept - findet man bei Joop Zeichnungen, Collagen, Kunst – eine wahrhafte Inszenierung des Essens.

aus dem Kochbuch von Joop Die vorstellten Rezepte werden in vier Rubriken eingeteilt: "No budget", "Low budget", "Free Budget" und "Dinner deluxe". Die Namen der Kategorien sprechen eigentlich für sich - eines haben jedoch alle Rezepte gemeinsam, gleich ob preiswert oder teuer, alles läßt sich mit wenig Aufwand schnell zubereiten. Vom Frühstück ("Sandwiches" oder "Breakfast for the morning after the night before") über Mittagessen ("Schnitzel Wiener Session") und Kaffee ("Idiotenkuchen" oder "Carrot Cake Claudia") bis zum Abendessen ("3-faced Cicken") ist der ganze Tag abgedeckt.

Und selbst wer nicht gerne kocht, wird an der Aufmachung dieses Buches seine Freude haben.

FeB

Wolfgang Joop: "Hectic Cuisine"
Hölker-Verlag Münster
130 Seiten, DM 49,80
ISBN 3-88117-520-2

Nur ein Kochbuch ?