Seit Oktober 1999 gibt es in Dresden den "Schwulen Literatursalon". Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen beschäftigen sich mit literarisch anspruchsvollen Texten mit schwuler Thematik, die gemeinsam gelesen und anschließend besprochen werden. Eigene Lebenserfahrungen können dabei von den Besuchern ebenfalls eingebracht werden. Dabei geht es nicht um schnell konsumierbare Gebauchsliteratur, sondern um Qualität.

Im Januar geht es um Klaus Mann und den Roman "Der fromme Tanz" von 1926. Die Familie Mann ist eine der spannendsten europäischen Künstlerfamilien des 20. Jahrhunderts. In diesem Roman wird die Homosexualität als eigene Lebensproblematik des Künstlers thematisiert. Im Literatursalon geht aber nicht nur um den Roman, die Teilnehmer sprechen auch über das eigene Coming Out und den eigenen Szene-Erfahrungen.

Mit dem Roman "Alles von mir" von Nil Bartlett wird der Literatursalon im Februar dann fortgesetzt. Weitere Informationen gibt Volker Müller-Veith unter 0351-3115002.

Der "Schwule Literatursalon" trifft sich jeweils am zweiten und vierten Donnerstag im Monat ab 19:30 Uhr in den Räumlichkeiten des Gerede e.V. im Stadtteilhaus, Prießnitzstraße 18, Dresden.

Termine:
13. und 27. Januar - Klaus Mann "Der fromme Tanz"
10. und 24. Februar - Nil Bartlett "Alles von mir"

Dresdens Schwuler Literatursalon