(Reuters) - Drei Männer sind im Juli im streng islamischen Saudi-Arabien wegen ihrer Homosexualität hingerichtet worden. Ein Gericht habe die aus dem Jemen stammenden Männer für schuldig befunden, Geschlechtsverkehr mit Männern gehabt und Jungen sexuell belästigt zu haben, meldete die staatliche Saudische Nachrichtenagentur. Die Männer hätten "die schlimmsten homosexuellen Obszönitäten begangen und Frauen nachgeahmt" und damit gegen die islamischen Regeln verstoßen, teilte das Innenministerium mit. Die Verurteilten wurden in Dschisan im Südwesten des Landes hingerichtet. Damit stieg die Zahl der Exekutionen in dem Königreich auf 70 in diesem Jahr.

Im vergangenen Jahr wurden 99 Menschen wegen verschiedener Vergehen hingerichtet. In Saudi-Arabien wird die Scharia, das islamische Recht, strikt angewandt. Danach steht die Todesstrafe unter anderem auf Mord, Vergewaltigung und Drogenschmuggel.

seh/akr

Todesurteile