Winterausflug

Auch im neuen Jahr wird die beliebte Dresdner Wandertradition fortgesetzt, diesmal aber nicht in die Sächsische Schweiz. Am Sonnabend, den 16. Januar, führt eine Tour von Altenberg nach Zinnwald. Die Wanderfreunde treffen sich um 9:30 Uhr wie immer unter der großen Anzeigetafel im Dresdner Hauptbahnhof. Für notorische Langschläfer: der Zug fährt erst um 9:56 Uhr in Richtung Altenberg ab! Während der Wanderung durch eine hoffentlich weißverschneite Landschaft nach Zinnwald ist eine Einkehr im Gasthof "Altes Raupennest" geplant. Zurück geht es mit dem Bus, der kurz nach 17:00 Uhr wieder in Dresden ankommen wird.

Casablanca wieder geöffnet

Der Name "Casablanca" hat in Chemnitz schon manches Hoch und Tief erleben müssen. Nach dem geheimnisvollen Betreiberwechsel und der Schließung im Sommer soll es mit dem Club nun aber wieder bergauf gehen. Ein ganz neues Betreiberteam hat kürzlich die Discothek im Big Apple auf der Jägerstraße übernommen und bereits am 11. Dezember nach einem kurzen Umbau wieder eröffnet. Ab sofort lädt Euch das Casablanca also wieder freitags und sonnabends ab 21 Uhr zur Disco ein. An den anderen Tagen der Woche ist der Club jeweils ab 20 Uhr als Bar geöffnet.

CSD 1999 in Dresden

Auch in diesem Jahr soll es wieder einen CSD in der Landeshaupstadt geben (11. bis 13. Juni). Bereits im vergangenen Dezember trafen sich Vertreter der Szene-Vereine, um erste organisatorische Fragen zu klären.

Dabei kam man überein, daß der CSD '99 gemeinsam mit Vereinen und kommerziellen Veranstaltern, die sich im weitesten Sinne für die lesbisch-schwule Kulturszene in Dresden und Sachsen engagieren, ausgerichtet und veranstaltet werden soll, ohne die dabei benötigten Freiräume und Verantwortungen aller Beteiligter zu beschneiden.

Schon am 07. Januar um 19 Uhr treffen sich die Vereine wieder (im Lederclub in der Prießnitzstraße 51), um die weitere Planung zu koordinieren. Eine Woche später findet dann ein Treff mit der eingeladenen kommerziellen Szene statt (14. Januar um 19 Uhr), um Absprachen und Regelungen für die Aufgabenverteilung zu finden.

Leute oder Organisationen, die nicht durch eine Einladung bedacht worden sind, aber Ideen einbringen möchten, sollten sich nicht scheuen, diese in großer Runde kund zu tun.

Mit frischer Kraft ins neue Jahr

Das Freie Tagungshaus Waldschlößchen bei Göttingen startet im Januar eine neue Reihe körperorientierter Seminare für Schwule und andere Männer. Die Palette umfaßt zum Beispiel die Kurse "Streßmanagement", "Vatergeschichten" und "achtsame Berührungen". Vom 29. bis 31. Januar geht es jedoch erst einmal um die "Männliche Kraft". An diesem Wochenende sollen die Teilnehmer mit verschiedenen Methoden der Körperarbeit Zugang zur eigenen Kraft und Energie in Ruhe und Aktion finden. Die unterschiedlichen Facetten können dann in der Begegnung mit anderen Männern erprobt werden.

Anfragen zu diesem und den anderen Seminaren richtet Ihr bitte an:

Waldschlößchen / Ulli Klaum
Tel.: 05592 / 382
Fax: 05592 / 1792

Lesbenkalender 1999

Lesbenkalender 1999 Nachschlagewerke für Schwule gibt es wie Sand am Meer. Aber für Lesben sieht die "Vielfalt" der Publikationen schon erheblich dürftiger aus. Umso besser, daß zwei Redakteurinnen aus Kiel seit einigen Jahren mit dem "Lesbentaschenkalender" eine bundesweite Übersicht über die Szene bieten. Stammtische, Beratungstelefone, Frauenbuchläden und vieles mehr findet Ihr ein ganzes Jahr lang in diesem Buch. Mit Fotos, Comics und Gedichten, mit informativen und erotischen Seiten will der Kalender einen Einblick in die Lesbenszene verschaffen.

Auch wenn das Jahr 1999 gerade erst begonnen hat, laufen bereits die Vorbereitungen für die 2000-Ausgabe. Wenn Ihr Fotos, Zeichnungen, Texte oder einfach nur Szene-Adressen habt oder kennt, die Ihr in dem neuen Kalender wiederfinden wollt, schreibt bis zum 31. März an:

Monika Bruisch & Sigi Zang
Holtenauer Straße 210
24105 Kiel.

Wenn Euer Beitrag aufgenommen wird, erhaltet Ihr im Oktober bereits einen druckfrischen Kalender für 2000.

Dürfen Politiker homosexuell sein?

Jeder dritte Deutsche ist dafür, daß sich homosexuelle PolitikerInnen offen zu ihrer Neigung bekennen. Gut 42 Prozent sei es egal, ob Politiker öffentlich zu ihrer Homosexualität stehen. Und nur rund 20 Prozent wandten sich gegen solche Geständnisse, so das Meinungsforschungsinstitut "Forsa".

Dieses durchaus positive Ergebnis sollte jedoch nicht den Blick darauf verstellen, daß gerade in ländlichen Gebieten oft noch große Vorurteile gegenüber sexuellen Minderheiten bestehen. Neben Ausgrenzung kommt es hier häufig auch zu offener Anfeindung. Bestes Beispiel ist der Fall des transsexuellen Bürgermeisters der Gemeinde Quellendorf (Sachsen-Anhalt), Norbert Lindner. Im vergangenen Mai gab dieser öffentlich bekannt, als Michaela Lindner weiterleben zu wollen. Dies löste eine Welle von anonymen Anrufen, Briefen und Beschimpfungen aus, die schließlich in einem durch den Gemeinderat initiierten Abwahlverfahren gipfelte. Auch wenn man betonte, daß das Verfahren nichts mit der Transsexualität zu tun habe, sprachen Äußerungen wie "Wir haben einen Mann und keine Frau gewählt" eine deutliche Sprache. In der Abstimmung am 29. November wurde Michaela Lindner mit deutlicher Mehrheit abgewählt, trotz deutschlandweiter Unterstützung durch Vereine, Prominente und Politiker.

Die vielgepriesene Toleranz ist anscheinend ein Attribut, mit dem sich viele gern schmücken, solange sie sie nicht selbst praktizieren müssen. Natürlich kann man aus Einzelfällen nicht auf die Allgemeinheit schließen, aber Fälle wie dieser zeigen deutlich, daß noch viel Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit durch Vereine und Beauftragte notwendig sein wird, um wirklich ein Umdenken zu erreichen.

Skispaß mit der CheLSI

Winterromantik bei der Chemnitzer Lesben- und Schwulen-Initiative. Für Februar hat der Verein zwei Wochenendausflüge ins hoffentlich winterlich verschneite Erzgebirge organisiert.

Vom 12. bis zum 14. Februar lädt die CheLSI schwule und lesbische Schneefans mitten in den Winterwald des Erzgebirges in eine kleine, private Skihütte mit Kamin ein. Luxus darf man natürlich nicht erwarten, dafür aber Natur pur mit vielen Möglichkeiten zum Skilanglauf und zu Winterwanderungen ins Tal. Mitzubringen sind Ski, Schlafsack, warme Sachen sowie Lebensmittel und Getränke.

Zwei Wochen später (26. - 28. Februar) geht die Reise zum Ski Alpin Wochenende auf den Keilberg nach Tschechien. Zum "Pistenspaß im Erzgebirge" gehören ein Skikurs, zwei Übernachtungen und Halbpension inklusive Fahrt und Skipaß. Interessierte können sich ab 1. Januar bis zum 7. Februar bei Diana oder Ulli von der CheLSI anmelden, ein Anmeldecoupon ist auch im Chemnitzer "new's"-Magazin des Vereins zu finden. Genauere Informationen gibt's telefonisch unter 0371-94500. Ski heil.

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