oder: Schwuler Honig aus Bonn

Nachdem es in einer der vorherigen Ausgaben um den Mann im allgemeinen in der Werbung ging, nun zum Marketing mit Schwulen.

Da erreicht uns doch das Fax einer Imkerei nahe Bonn, die in Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe Bonn schwulen Honig vermarktet. Schwuler Honig, frage ich mich und zweifle an meinem Selbstverständnis. Warum schwul? Schwule Bienen gibt es meines Wissens nicht, geschweige denn schwule Drohnen, und selbst wenn, es wäre mir auch neu, daß Drohnen Honig sammeln. Also weiterlesen: Da steht, daß jemand der Anblick eines Glases Akazienhonigs an einen "Golden Shower" erinnerte. Dann sei es nur ein kleiner Schritt gewesen, den weißen Rapshonig als "Sucker's Cream" zu bezeichnen. Ich zweifle noch mehr. Kauft man(n) wirklich alles, nur weil "schwul" drauf steht? Honig ist Honig. Wird er zum schwulen Honig, wenn er vom schwulen Imker kommt? Ist Honig schwul, wenn ein bestimmter Obolus pro Glas an eine AIDS-Hilfe geht? In normaler Honig heterosexuell? Nein! Nein! Nein!

Bei allem Verständnis, aber man muß es ja nicht übertreiben. Also, wer der AIDS-Hilfe etwas Gutes tun möchte, der kann gerne spenden, sich engagieren, aber bitte, bitte keinen schwulen Honig kaufen (womöglich in bisexuellen Gläsern mit lesbischem Deckel).

Felix

Die spinnen, die Westfalen