Filmfest in Halle und Chemnitz

Im November findet auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt ein Schwul-Lesbisches Filmfest

Szene aus
"Nach der Eiszeit"

statt. Vom 12. bis 15. November sind in Chemnitz schwullesbische Filme zu sehen, die Termine der Aufführungszeit des gleichen Festes in Halle waren uns zum Redaktionsschluß leider nicht bekannt. Einer der aufgeführten Filme ist der Dokumentarfilm "Nach der Eiszeit" (Foto) von Regisseur Trevor Peters, dieser erzählt über das Coming Out und das Leben lesbischer Frauen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Film läuft kurz zuvor auf dem Dokumentarfilmfestival in Leipzig. Natürlich gibt's außer diesem Film noch einige weitere filmische Höhepunkte beim Filmfest in Halle und Chemnitz, Informationen und Termin findet Ihr in den Kinoaushängen und in unserem Timer. Weitere Stationen des Filmfestes sind Magdeburg und Quedlinburg.

Plakat: Verzaubert

Verzaubert

In München, Stuttgart, Frankfurt, Köln und Berlin findet vom 18. November bis 9. Dezember das 8. Internationale Schwullesbische Filmfestival "Verzaubert" statt. Auf dem Programm stehen über 100 Spiel- und Kurzfilme, darunter als Europa- und Weltpremiere oder deutsche Erstaufführungen Filme wie Weiter-Link "Bent" und Weiter-Link "Velvet Goldmine", "High Art" mit Ally Sheedy, "In The Flesh" oder "Love & Death on Long Island" mit 90210-Star Jason Priestley.

Erstmals wird es in diesem Jahr beim Festival auch einen mit 5000 Dollar dotierten Publikumspreis geben. Die Preisverleihung findet zum Festivalabschluß am 9. Dezember in Berlin statt.

Videoabend in der "Schachtel"

Nach einer personalbedingten Pause bietet der Gerede e.V. ab November im Abstand von zwei Wochen wieder einen Videoabend in der Wiener Straße an. Die Filme werden ab sofort jeden ersten und dritten Freitag im Monat von einem Mitglied der Jugendgruppe "Young Gayneration" gezeigt. Los geht es am 06.11. mit dem Film "Die Farbe Lila", der nächste Termin ist der 20.11. ("Beautiful thing").

Fragebögen über Brandenburg

Das Bundesland Brandenburg wird, bedingt durch die Szene – Hauptstadt Berlin im Zentrum, von vielen sicher als schwules Niemandsland betrachtet. Auch die Kriminalstatistiker machen da keine Ausnahme. Bis heute gibt es für dieses Bundesland keine Angaben über Gewaltstraftaten gegen Lesben und Schwule. Eine Statistik, in der alle Delikte niemals erscheinen werden, weil sich die Opfer oftmals aus Scham und Angst vor neuer Diskriminierung nicht zur Anzeige entschließen können.

Das will jetzt eine Studie ändern, die vom Landesverband AndersARTiG e.V. durchgeführt wird. Die gesammelten Informationen sollen die Situation in Brandenburg widerspiegeln und Grundlage für die zukünftige präventive Arbeit des Verbandes werden. Die Aktion will auch gerade diejenigen erreichen, die keine Verbindung zu Gruppen und Vereinen haben, deshalb bitten die Organisatoren um Eure aktive Mithilfe und gegenseitige Information.

Dazu werden ab November im Land Brandenburg Fragebögen verteilt, die jede(r) tatsächlich oder von der Thematik Betroffene beantworten sollte, selbstverständlich anonym. Stichtag ist der 31.12.98.

Weitere Informationen gibt es bei: Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange Land Brandenburg, Taubenstraße 20, 03046 Cottbus, Telefon/ Fax (0355)702800. Fragt nach Romy Heinze.

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